Börsenliga deutscher Städte 2017

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München liegt nach wie vor mit Abstand vorne. Walldorf verdrängt Leverkusen von Platz 3 und Köln fliegt aus der Top 20.

Bonn, 23. Mai 2017 – München ist mit deutlichem Abstand klarer Sieger: Nicht nur in der Bundesliga, sondern auch in der Börsenliga 2017*. Dort erhält die Stadt zum 13. Mal in Folge den Titel „Deutschlands wertvollste Stadt“. Mit einem Börsenwert von € 350,1 Mrd. ist München im diesjährigen Ranking sogar wertvoller als die nachfolgenden Plätze zwei bis vier zusammen genommen. Diese sind hart umkämpft. Während bislang traditionell die drei Rheinlandstädte Bonn, Leverkusen und Düsseldorf folgten, hat sich in diesem Jahr Walldorf dazwischen geschoben und den dritten Platz erobert. Köln dagegen ist aus der Börsenliga abgestiegen.

 Börsenliga deutscher Städte 2017

Größe allein reicht nicht

Nachdem Köln schon 2016 nur knapp dem Abstieg entkommen konnte, rutscht es 2017 mit nur noch zwei DAX-Unternehmen von Platz 19 auf 23. Generell zeigen die Ergebnisse der Börsenliga: Eine Millionenstadt zu sein reicht nicht aus – weder für Köln, noch für Berlin, das als Hauptstadt nur auf Rang 19 rangiert. Auch diese Städte müssen aktives Standortmarketing betreiben, um ihren Wert langfristig zu steigern. „Walldorf ist dafür ein perfektes Beispiel. Wer hätte vor 30 Jahren gedacht, dass man dort mit SAP einmal so einen dicken Fisch an Land zieht“, kommentiert Dr. Georg Tacke, CEO von Simon-Kucher. „Ziel muss es also sein, für junge, vielversprechende Unternehmen attraktiv zu werden. Dann kann man das Walldorf von morgen werden.“

Standortwechsel ordnen das Mittelfeld neu

Ein weiteres Ergebnis der Börsenliga 2017: Wie auch in der Bundesliga genügt es nicht, „neue, erstklassige Spieler anzulocken“ – man muss für diese auch attraktiv bleiben und Wechsel verhindern. Sonst profitieren andere: So ist die Lufthansa von Köln nach Frankfurt umgezogen und sorgt für einen Aufstieg der Flughafenstadt von Platz zehn im Vorjahr auf Platz fünf. Essen ist aufgrund der Verlegung des E.ON-Hauptsitzes von Düsseldorf und der Aufnahme von innogy SE in den MDAX von Platz zwölf im Vorjahr in die Top Ten auf Platz sieben geklettert.

Risiko oder Chance: Abhängigkeit von Ausnahmetalenten

In der Top Ten befinden sich insgesamt drei Städte, die ihre Position nur jeweils einem Unternehmen zu verdanken haben. Während das bei Wolfsburg mit VW für ein Abrutschen von Platz sechs auf zehn sorgt, springt Walldorf in diesem Jahr aufgrund der starken Performance von SAP von Rang fünf auf drei. Ludwigshafen hält sich stabil auf Rang acht. „Das Beispiel Wolfsburg zeigt, dass die Abhängigkeit einer Stadt von nur einem Unternehmen auch Risiken mit sich bringen kann. Gerät das Unternehmen in Schieflage, ist auch die Top-Position der Stadt gefährdet“, erklärt Tacke. „Eine Stadt wie München mit insgesamt 14 ansässigen DAX-Unternehmen kann dagegen auch in den kommenden Jahren fest mit der Top-Position rechnen.“

*Die Börsenliga deutscher Städte wird seit 2005 jährlich von der Strategieberatung Simon-Kucher & Partners erstellt. Hierbei werden die Börsenwerte der im DAX30, MDax und TecDax notierten Unternehmen an einem Stichtag erhoben und den Städten der jeweiligen Firmensitze (Hauptsitz bzw. Verwaltungssitz) zugeordnet.

Simon-Kucher & Partners, Strategy & Marketing Consultants: Die Beratungsarbeit von Simon-Kucher & Partners ist ganz auf TopLine Power® ausgerichtet. Laut mehrerer Studien unter deutschen Top-Managern (manager magazin, Wirtschaftswoche, brand eins) ist Simon-Kucher bester Marketing- und Vertriebsberater und führend im Bereich Pricing und Wertsteigerung. Die Unternehmensberatung ist mit 1.000 Mitarbeitern in 33 Büros weltweit vertreten.