Trotz der Wirtschaftskrise ist die Luxusgüterindustrie im zweistelligen Bereich gewachsen. Ein Grund: ein Zustrom neuer Kunden aus aufstrebenden Märkten wie Brasilien, China und Indien. Ein weiterer Grund ist, dass Kunden, selbst wenn sie sich bei anderen Anschaffungen einschränken, nicht dem sozialen Prestige von Luxusgütern widerstehen können. Dennoch gibt es heutzutage auch für Luxusgüter Herausforderungen: neue lokale Wettbewerber, die hohe Abhängigkeit von Konsumenten in China, Veränderungen bei Steuerregulierungen und steigendes Kundenbewusstsein über Preisunterschiede.

Luxusgüter stiften für ihre Nutzer mehr Wert als den reinen Nennwert ihrer Bestandteile. Kunden suchen Qualität, Authentizität und eine Markengeschichte. Folglich besitzen einige Luxusgüter die seltene Eigenschaft von positiver Preiselastizität: Je höher der Preis, desto höher die Nachfrage. Ebenso ist Knappheit ein Schlüsselelement für den Erfolg von Luxusprodukten. Weniger der begehrten Luxusgüter zu produzieren und zu verkaufen, führt daher dazu, dass Konsumenten sie umso mehr wollen und bereit sind, einen hohen Preis dafür zu zahlen.

Und manchmal korrelieren die Kosten für ein Luxusprodukt keineswegs mit seinem Preis. Wenn die Verbraucher Plastik als trendiger als Leder empfinden, kann dafür ein höherer Preis verlangt werden.

Neben der Ermittlung von Nachfragekurven und der Aufrechterhaltung ihres Prestiges müssen Luxusgüterhersteller auch in einem zunehmend komplexen globalen Markt operieren. Ihre internationalen Marketing- und Preisstrategien müssen folgende Ziele erreichen:

  • Maximierung der Kundenzufriedenheit und Markentreue
  • Maximierung der Wertgewinnung bei Limitierung von Arbitragemöglichkeiten (Re-Importe) und Verringerung der Preiskomplexität
  • Einplanung von Steuererstattungseffekten (die zwischen 5% und 20% liegen)
  • Integration von Wechselkursschwankungen
  • Bilanzierung von Unterschieden in Kaufkraftparitäten und Währungsüber- oder -unterbewertung

Simon-Kucher verfügt über umfassendes Know-how in der Luxusgüterindustrie, insbesondere bei Strategien für internationales Pricing, Angebotsgestaltung, wertorientierte Kundensegmentierung, Omni-Channel Pricing und Vertrieb sowie Digitalisierung.

Zu unseren Projekten für die Luxusgüterindustrie gehören:

  • Optimierung der internationalen Preisstrategie, insbesondere der Definition eines Preisindex pro Land und pro Produktkategorie
  • Überprüfung der Preis- und Produktportfoliostrategie in einer Omni-Channel-Umgebung
  • Bestimmung von neuen Wachstumshebeln, möglichem Bedarf und Vertriebskanälen in aufstrebenden Ländern
  • Kundensegmentierung und Entwicklung effektiver Marketing-Mix-Strategien
  • Optimierung von Service Pricing und Entwicklung neuer Services
  • Digitalisierungs- und eRetailing-Strategie

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