Depotbanken: Deutliche Performance-Unterschiede im Geschäft mit unabhängigen Vermögensverwaltern

Eine aktuelle Studie des Beratungsunternehmens Simon-Kucher & Partners untersucht die Performance von Depotbanken im Geschäft mit unabhängigen Vermögensverwaltern. Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede bei der Anzahl der betreuten Geschäftsbeziehungen, den verwalteten Assets und den erzielten Margen.

Zürich/Bonn, 21. April 2015 – Im Geschäft mit unabhängigen Vermögensverwaltern (auch External Asset Managers, kurz EAMs) existieren deutliche Performance-Unterschiede zwischen den betroffenen Depotbanken. Das ergibt eine aktuelle Studie der globalen Strategieberatung Simon-Kucher & Partners. Hierfür wurden zehn führende Depotbanken zu den wichtigsten Kennzahlen in ihren Geschäftsbeziehungen mit EAMs in den Buchungszentren Schweiz und Liechtenstein befragt.

Große Unterschiede in der Performance

Die in der Studie untersuchten Privat- und Regionalbanken betreuen durchschnittlich 340 EAMs und 15 Endkunden pro EAM. „Die Anzahl der EAMs pro Depotbank variiert jedoch enorm: Die größte Bank in der Stichprobe[1] betreut rund 800 EAMs mehr als die kleinste“, erklärt Studienleiter Max Biesenbach, Manager bei Simon-Kucher in Zürich.

Ein durchschnittlicher EAM bucht insgesamt Assets in der Höhe von rund 30 Millionen Schweizer Franken pro Depotbank. Das EAM-Geschäft der Studienteilnehmer beläuft sich auf durchschnittlich 10,5 Milliarden Schweizer Franken an Assets under Management und elf Milliarden Schweizer Franken an Geschäftsvolumen. Kreditausleihungen spielen in diesem Geschäftszweig folglich nur eine untergeordnete Rolle.

Besonders große Performance-Unterschiede lassen sich bei der Profitabilität der untersuchten Depotbanken erkennen. So beträgt die durchschnittliche Marge[2] im EAM-Geschäft (nach Abzug von Sonderkonditionen und Rückvergütungen) 37 Basispunkte, wobei die einzelnen Margenwerte der untersuchten Depotbanken über 30 Basispunkte auseinanderliegen. Interessanterweise besteht kein Zusammenhang zwischen der Größe und der Profitabilität des Geschäftsbereichs. Das Potenzial zur Margensteigerung besteht somit grundsätzlich bei jeder betroffenen Bank, unabhängig von ihrer Größe.

Empfehlungen für Depotbanken

Depotbanken, die bei den untersuchten Kriterien zu den Underperformern gehören, steht eine Vielzahl von Maßnahmen zur Verfügung, um Wachstum im Geschäft mit unabhängigen Vermögensverwaltern zu erzielen:

„Depotbanken sollten Vermögensverwaltern attraktive und wohlstrukturierte Dienstleistungen mit klarem Mehrwert anbieten. Dadurch können sie in einem von starkem Wandel betroffenen Umfeld neue Mandate gewinnen“, erklärt Jan Engelke, Managing Partner bei Simon-Kucher & Partners in Zürich. Als zusätzliches Instrument zur Performance-Steigerung kann die Einführung innovativer Paketlösungen dienen, welche gezielt den Auf- und Ausbau von Geschäftsbeziehungen fördern. Und auch zur Steigerung der Profitabilität stehen Maßnahmen zur Verfügung: „Für die betroffenen Banken empfiehlt sich ein konsequentes Ertragsmanagement, bei dem kleine und unrentable Geschäftsbeziehungen profitabler gestaltet und wachsende Beziehungen belohnt werden. So kann die Margensituation systematisch verbessert werden“, schließt Max Biesenbach ab.

Eine Studienzusammenfassung ist auf Anfrage erhältlich.

 


Dr. Jan Engelke ist Partner bei Simon-Kucher & Partners im Competence Center Banking und Vorsitzender der Geschäftsleitung der Schweizer Gesellschaft. Max Biesenbach, CFA, ist Manager im Competence Center Banking in Zürich.

Simon-Kucher & Partners, Strategy & Marketing Consultants: Die Beratungsarbeit von Simon-Kucher & Partners ist ganz auf „Smart Profit Growth“ ausgerichtet. Laut manager magazin-Umfragen unter deutschen Top-Managern ist Simon-Kucher bester Marketing- und Vertriebsberater (2007 und 2011). Eine Studie der Zeitschrift brand eins Thema und Statista (Mai 2014) stuft Simon-Kucher als besten Berater für Marketing & Pricing sowie Vertrieb & CRM ein. Die Unternehmensberatung ist mit 760 Mitarbeitern in 29 Büros weltweit vertreten.

Für Rückfragen und detaillierte Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Anita Müller M.A. (Public Relations Manager)
Tel: +49 228 9843 352, Fax: +49 228 9843 380
E-Mail: Anita.Mueller@simon-kucher.com

www.simon-kucher.com

 

 


[1] Die in der Studie publizierten Durchschnitte und Bandbreiten schließen jeweils den oberen und unteren Extremwert aus, um Rückschlüsse auf Einzelteilnehmer zu verhindern.

[2] Die Marge wird hier als Deckungsbeitrag I über Geschäftsvolumen berechnet.