Die Bank der Zukunft jammert nicht

Bonn, 24. Juli 2014 – Alle Banker starren nun schon seit einiger Zeit auf die ständigen Entwicklungen der zunehmenden Regularien aus Brüssel. Und ja, die Umsetzung der Beschlüsse, die in erster Linie dem Schutz des Kunden dienen, bedeutet für die Banken einen immensen Aufwand. Status Quo: Die Komplexität der regulatorischen Eingriffe auf das operative Bankgeschäft hat in den vergangenen Jahren drastisch zugenommen. Ein Beispiel: Der Umfang der Basel-Eigenkapitalvorschriften ist von 24 Seiten (Basel I 1988) auf über 2.500 Seiten (Basel III Ausblick) angewachsen. Die Umsetzung wird die Banken also in jedem Fall einiges kosten. Nicht auszudenken, was da noch auf die Finanzdienstleister zukommt.

Eine Katastrophe für künftige Erträge? Mitnichten. Bankmanager müssen endlich aufhören, die Regularien als Bedrohung zu sehen. Ändern können sie die Beschlüsse sowieso nicht, warum also nicht Chancen darin sehen? Mehr Transparenz und Service zu schaffen, dürfte den Banken als Dienstleistern doch eigentlich nicht schwerfallen. Eine Möglichkeit ist, einfach jetzt schon einen Schritt weiter als Brüssel zu gehen und ein umfassendes Beratungsprotokoll für jeden Schritt im Zahlungsverkehr zu entwickeln, welches das Nutzungsverhalten des Kunden akribisch dokumentiert. So tut die Bank das, was Brüssel will und ist darüber hinaus schon für künftige Regularien – wie PSD III? – gewappnet. Beispiele, wie dieses Transparenz-Modell aussehen kann, gibt es bereits. Die Volksbank Offenburg arbeitet beispielsweise mit einem „Kontofinder“. Sämtliche Schritte, die der Kunde dort mit einem Online-Konfigurator z.B. zu seiner Kontofindung eingibt, werden dokumentiert, sind jederzeit abrufbar und somit für den Kunden UND die Bank gleichermaßen transparent gemacht.

So kann die Bank auch künftig auf diese Protokolle zugreifen und der Kunde hat eine Sicherheit. DAS ist transparent, DAS ist Verbraucherschutz! Die Bank der Zukunft jammert nicht, sondern ist kundenorientiert. Ergebnis: Zufriedene Kunden, hohe Vertriebsakzeptanz und nachhaltige Steigerung der Erträge. Mein Appell an die Banken: Regularien als Chance sehen und aktiv anpacken – denn eigentlich gibt es keine andere Wahl.

*Dr. Georg Wübker ist Senior Partner und Global Head of Banking der internationalen Strategieberatung Simon-Kucher & Partners, Strategy & Marketing Consultants. Der Bankenexperte hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, sein jüngstes Werk Preis- und Produktmanagement für Regionalbanken – von der Strategie bis zur konsequenten Umsetzung“ (3. Auflage) ist im Mai 2014 erschienen.

Simon-Kucher & Partners, Strategy & Marketing Consultants: Die Beratungsarbeit von Simon-Kucher & Partners ist ganz auf „Smart Profit Growth“ ausgerichtet. Laut manager magazin-Umfragen unter deutschen Top-Managern ist Simon-Kucher bester Marketing- und Vertriebsberater (2007 und 2011). Eine aktuelle Studie der Zeitschrift brand eins Thema und Statista (Mai 2014) stuft Simon-Kucher als besten Berater für Marketing & Pricing sowie Vertrieb & CRM ein. Die Unternehmensberatung ist mit 720 Mitarbeitern in 27 Büros weltweit vertreten.


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