Internationales Pricing
In globaler Dimension wachsen die Märkte enger zusammen. Traditionelle Preisdifferenzen lassen sich immer weniger
aufrecht erhalten. Graue Märkte und Parallelimporte gefährden etablierte Preissysteme und können zu massiven
Gewinneinbrüchen führen.
Zudem zentralisieren immer mehr global agierende Kunden ihren Einkauf. Vorhandene Preisdifferenzen werden dabei
bis auf Produktebene hinunter analysiert und als Verhandlungsargument eingesetzt.
Ein proaktives Pricing, das die komplexen Zusammenhänge und Determinanten auf internationaler Ebene einbezieht,
wird unverzichtbar. Eine stärkere internationale Koordination des Pricing wird notwendig.
Wir haben Analysen und Modelle entwickelt, mit deren Hilfe wir den internationalen "Preiskorridor" optimieren.
Dies beginnt bei der Bestimmung des optimalen Preises je Land. Dieser kann individuell je Land fest gelegt werden
und muss dann entsprechend der oben betrachteten Problematik in einen internationalen Preiskorridor überführt
werden. Nach Berücksichtigung der Ländergrößen, der länderindividuellen Preisabsatzfunktionen, der zwischen den
Ländern bestehenden Interdependenzen und des zwischen zwei Ländern maximal zulässigen Preisunterschiedes wird
dann ein globaler Preiskorridor festgelegt.
Ein weiterer Ansatzpunkt ist die Organisation der internationalen Pricingprozesse. Um die Problematik der
Grauimporte und des Global Sourcings auch langfristig in den Griff zu bekommen, bedarf es häufig einer Anpassung
der Pricingorganisation. Da die Selbstständigkeit der Landesgesellschaften sehr unterschiedlich ausgestaltet ist,
entwickeln wir in enger Zusammenarbeit mit dem Headquarter und den Landesgesellschaften ein Konzept, das dem
erhöhten Steuerungsbedarf und der Selbstständigkeit gleichermaßen Rechnung trägt.