Case Study

European Pricing Excellence für einen globalen SDA-Hersteller

Erfahren Sie, wie wir durch Value-Based Pricing, ein leistungsorientiertes Konditionensystem, sowie klare Kanal-Produkt-Strategie eine EBITDA-Steigerung von über 3 Prozentpunkten realisiert haben. 

AUSGANGSSITUATION

Strategische Neuausrichtung zur Überwindung von Margenverlusten und widersprüchlichen Handelsstrukturen.

Ein weltweit führender Hersteller von Haushaltskleingeräten (SDA) mit über 1 Mrd. $ Umsatz vertraute auf unser Team, um eine schwierige Ertragssituation in Europa zu stabilisieren. Das Unternehmen war mit einer schleichenden Erosion seiner Margen konfrontiert, die durch drei zentrale Faktoren getrieben wurde:

  • Inkonsistente Handelsstrukturen: Veraltete Rabatt- und Konditionensysteme führten zu starken Widersprüchen in der Zusammenarbeit mit multinationalen Einzelhändlern.
  • Margenverluste (Margin-Bleeding): Fehlende Regeln für Nettopreise schwächten die Profitabilität und erhöhten das Risiko eines unkontrollierten Preisgefälles zwischen den Ländern.
  • Defizitäre Wertabschöpfung: Konsumenten griffen verstärkt zu Einstiegsprodukten, während hochwertige Ausstattungsmerkmale und Produktvorteile nicht ausreichend bepreist und ausgeschöpft wurden.

Um diesen Trend umzukehren, musste eine stimmige Preis- und Konditionenlogik etabliert werden, welche die Profitabilität auf allen Ebenen, vom Listenpreis bis zum Nettoerlös, nachhaltig absichert. 

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VORGEHENSWEISE

Entwicklung einer datengestützten Roadmap für wertorientiertes Pricing und eine klare Kanalsteuerung

Innerhalb von 12 Wochen entwickelte unser Team eine integrierte kommerzielle Strategie: Grundlage war eine umfassende Analyse der bestehenden Geschäftsstrukturen sowie eine detaillierte Konsumentenforschung in Kernmärkten wie Deutschland, Frankreich und Polen.

Statt isolierter Maßnahmen implementierten wir ein aufeinander abgestimmtes Lösungspaket:

  • Aktive Nettopreissteuerung: Aufbau von Mechanismen (Minimumnettopreise, Zielnettopreise), um das internationale Preisgefälle zu minimieren und die Margen pro Land abzusichern.
  • Leistungsorientierte Konditionen: Entwicklung eines neuen Rahmens für Handelsrabatte, der Investitionen des Herstellers klar an messbare Gegenleistungen des Handels knüpft.
  • Optimiertes Consumer Pricing: Anpassung der Endkundenpreise (UVP/RRP), um die tatsächliche Zahlungsbereitschaft für Innovationen und Designvorteile besser auszuschöpfen.
  • Gezielte Kanal-Produkt-Strategie: Definition einer Strategie, die sicherstellt, dass jedes Modell im richtigen Vertriebskanal (z. B. Fachhandel vs. Online) zum idealen Preispunkt angeboten wird. 
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ERGEBNIS

Durch eine gezielte Kanal- und Preissteigerung konnte das Unternehmen sein EBITDA um 3,4 Prozentpunkte steigern

Die Umsetzung der neuen Preisstrategie führte zu einer eindeutig messbaren Trendwende. Durch die Kombination aus optimierter Endkunden-Bepreisung und einer gezielteren Steuerung der Handelsrabatte konnten wir folgende Erfolge erzielen:

  • EBITDA-Wachstum: Realisierung einer EBITDA-Steigerung von 3,4 Prozentpunkten.
  • Wertbasierte Produktleiter: Etablierung klarer Preisabstände zwischen den Modellen (z. B. gezielte Aufschläge für elektrische Funktionen oder Glas-Design), was den Durchschnittspreis im Portfolio deutlich hob.
  • Sicherung der Profitabilität: Einführung von Nettopreis-Mechanismen (Minimumnettopreise, Zielnettopreise), die das Risiko eines unkontrollierten Preisverfalls im Markt drastisch reduzierten.
  • Dauerhafte Verankerung: Festlegung klarer Prozesse und Verantwortlichkeiten, um die neue Preislogik langfristig im Tagesgeschäft der europäischen Landesgesellschaften abzusichern. 
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