Global Pricing Study 2016: Jedes zweite Unternehmen in Preiskrieg verwickelt

Mehr Niedrigpreiswettbewerb und größere Verhandlungsmacht der Kunden – das sind nur zwei Gründe für den zunehmenden Preisdruck. Unternehmen können gegensteuern, wenn sie auf das richtige Preismanagement setzen.

Bonn, 8. August 2016 – Die Zahlen sind alarmierend: Acht von zehn Unternehmen klagen branchenübergreifend über steigenden Preisdruck. Ein Großteil (49 Prozent) sieht sich gar in einem Preiskrieg. Das ist ein Kernergebnis der Global Pricing Study 2016 der globalen Strategieberatung Simon-Kucher & Partners, die bereits zum vierten Mal durchgeführt wurde. Rund 2.200 Manager aus leitenden Positionen von Unternehmen aller Branchen aus mehr als 40 Ländern nahmen daran teil.

Marge geht 2016 weiter zurück

Als wichtigsten Grund für den erhöhten Preisdruck nennen die Befragten den stärkeren Wettbewerb mit Niedrigpreisanbietern und die größere Verhandlungsmacht der Kunden. Die Folge: Es ist momentan sehr schwer Gewinnmargen zu verbessern. Nur sechs von zehn Unternehmen geben in der Studie an, ihre Margen gegenüber dem Vorjahr gesteigert zu haben. „Das Problem wird sich weiter verschärfen, denn Lohnsteigerungen führen in vielen Branchen zu Kostenerhöhungen von bis zu drei Prozent“, sagt Dr. Georg Tacke, CEO bei Simon-Kucher & Partners, „das zehrt weiter an den Gewinnen“. Die Global Pricing Study 2016 zeigt, dass im Schnitt in den deutschen Unternehmen in diesem Jahr die Marge um 0,7 Prozentpunkte zurückgeht.

Die erfolgreichsten Unternehmen sind auch im Pricing professioneller

Vor diesem Hintergrund gestehen sich die meisten Unternehmen ein, dass sie bisher zu wenig in ihr Preismanagement investiert haben. 87 Prozent der Befragten sehen einen signifikanten Verbesserungsbedarf bei Preisstrategie, Preissteuerung und den unterstützenden Tools. Dass sich dies durchaus lohnt, zeigen die ‚Besten‘ der Global Pricing Study, zu denen 13 Prozent der Unternehmen gehören. Durch Investitionen in ihr Preismanagement sind sie in einer sehr viel besseren Position als die Wettbewerber. Ihre Gewinne liegen gemessen an der EBITDA-Marge um rund ein Viertel (27 Prozent) höher als beim ‚Rest‘.Dazu Tacke: „Solche Zahlen kommen nicht von ungefähr. Die Besten sind nahezu auf allen Pricing-Gebieten professioneller. Beispielsweise organisieren sie regelmäßige Preiserhöhungen als funktionsübergreifende Projekte. In der Folge ist die Preisdurchsetzungsrate 38 Prozent höher als beim ‚Rest‘“.

Neue Produkte und bessere Wertkommunikation gegen den Preisdruck

Die gute Nachricht: Laut Studie haben fast alle Unternehmen – nicht nur die Besten –mittlerweile erkannt, dass sie sich systematisch gegen den zunehmenden Preisdruck wehren müssen. Zwei Drittel der Unternehmen (66 Prozent) setzen auf neue Produkte, um dem Preisdruck zu entgehen. Für die Hälfte aller Befragten (50 Prozent) ist eine verbesserte Wertkommunikation der Produkte die geeignetste Option. „Das sind wichtige erste Schritte. Um das Niveau der Besten zu erreichen, sind aber drei bis fünf Jahre harte Arbeit nötig“, weiß Tacke.

 

Eine Studienzusammenfassung ist auf Anfrage erhältlich.

 

Über die Global Pricing Study 2016: Simon-Kucher & Partners befragt alle zwei Jahre mehrere tausend Unternehmen über ihre Preissetzungsstrategien, Preisdruck und Wettbewerbsumfeld. Diese Studie ist in ihrem Zuschnitt einzigartig. An der Pricing Study 2016 haben sich insgesamt 2.186 Unternehmen aus über 40 Ländern und 25 Branchen beteiligt, davon 758 aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Studie wurde im Frühjahr 2016 durchgeführt.

Simon-Kucher & Partners, Strategy & Marketing Consultants: Die Beratungsarbeit von Simon-Kucher & Partners ist ganz auf TopLine Power® ausgerichtet. Laut mehrerer Studien unter deutschen Top-Managern (manager magazin, Wirtschaftswoche, brand eins) ist Simon-Kucher bester Marketing- und Vertriebsberater und führend im Bereich Pricing und Wertsteigerung. Die Unternehmensberatung ist mit 930 Mitarbeitern in 33 Büros weltweit vertreten.


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