Bei integrierten Spielen ist rund jeder dritte User unter 40 Jahren eher bereit, ein Streaming-Abo abzuschlieĂen. Bei den ĂŒber 40-JĂ€hrigen ist jeder FĂŒnfte interessiert. Obwohl die Nutzer laut der Simon-Kucher Streaming-Studie fĂŒr Gaming-Funktionen bereits jetzt moderate Aufpreise akzeptieren wĂŒrden, sind im VerdrĂ€ngungskampf gebĂŒhrenfreie Spielepakete zu erwarten. Mehr als jeder Dritte ist zudem an âWatch Togetherâ interessiert, rund ein Viertel an âSocial Streamingâ.
- Ăber 40 % der 18- bis 39-JĂ€hrigen sind an einer Kombi aus Streaming und Gaming interessiert
- 30 % der U40-User wĂ€ren eher geneigt ein Streaming-Abo abzuschlieĂen, wenn Spiele enthalten sind
- Aber: 46 % der 18-39-JÀhrigen glauben, dass Gaming die QualitÀt der Videoinhalte negativ beeinflusst
- 40 bis 50 % der U40-User sind bereit, moderate Aufpreise (1-3 Euro) fĂŒr ein Spielepaket zu zahlen
- Mehr als jeder Dritte an âWatch-Togetherâ (synchronisierte Wiedergabe an mehreren Orten) interessiert
- Rund ein Viertel an Social Streaming (sehen, was Familie und Freunden streamen) interessiert
Frankfurt, 04. Oktober 2023 â Streaming und Gaming â laut der Simon-Kucher Streaming-Studie die perfekte Kombi. So freuen sich 43 Prozent der 18-39-JĂ€hrigen und 25 Prozent der Ă40-JĂ€hrigen, wenn ein Anbieter beide Inhalte bĂŒndelt. Die Begeisterung hat dabei direkten Einfluss auf das Kaufverhalten. Demnach wĂŒrden 30 Prozent der 18-39-JĂ€hrigen und 16 Prozent der Ă40-JĂ€hrigen eher ein Abo abschlieĂen, wenn im Streaming-Angebot auch Gaming-Optionen enthalten sind.
Gaming-Optionen ziehen junge Zielgruppe an
Der Gaming-Trend unterstĂŒtzt den derzeitigen VorstoĂ der Streaming-Anbieter. âGaming-Optionen sind effektiv, um vor allem bei der jĂŒngeren Zielgruppe zu punktenâ, erklĂ€rt Lisa JĂ€ger, Partnerin und Global Head of Technology, Media & Telco bei Simon-Kucher. âSpielepakete sind nicht mehr nur nice-to-have, sondern ein wichtiges Argument im Kampf um Kunden. Netflix hat bereits zahlreiche Spiele integriert und das kann sich zum entscheidenden Vorteil entwickeln.â
Mehr Spiele, weniger QualitÀt?
Blind nachziehen sollte die Konkurrenz aber nicht. Denn das Interesse an Spielepaketen hĂ€ngt fĂŒr 41 Prozent der 18-39-JĂ€hrigen und 29 Prozent der Ă40-JĂ€hrigen stark davon ab, auf welcher Plattform (z. B. Mobil, Desktop) die Spiele verfĂŒgbar sein werden. Zudem befĂŒrchten 46 Prozent der 18-39-JĂ€hrigen und 34 Prozent der Ă40-JĂ€hren, dass Gaming-Integrationen die QualitĂ€t der Videoinhalte negativ beeinflusst. âAls TestmĂ€rkte bieten sich auĂerdem eher Indien, China und Brasilien an, da die Begeisterung fĂŒr integriertes Gaming hier deutlich höher ist als in Deutschland, Australien, GroĂbritannien, den Niederlanden oder Schwedenâ so JĂ€ger.
Kostenlose Gaming-Funktionen in Deutschland?
Ist Deutschland also ungeeignet? Nein. Obwohl die Zahlungsbereitschaft hierzulande geringer ist, wĂ€ren schon jetzt rund 40 bis 50 Prozent der jĂŒngeren Zielgruppe in Deutschland bereit, fĂŒr integrierte Spiele einen Aufpreis von bis zu drei Euro zu zahlen. âTrotzdem ist in Deutschland vorerst eine kostenlose Integration von Spielen in das Streaming-Paket sinnvollâ, erklĂ€rt JĂ€ger. âIm Wettbewerb mit Netflix ist es zunĂ€chst wichtiger die jĂŒngere Zielgruppe an sich zu binden und KĂŒndigungen auf Grund von Preiserhöhungen zu vermeiden. Deutsche Streaming-Nutzer dĂŒrfen sich daher vermutlich auf mehr kostenlose Spiele freuenâ, meint JĂ€ger.
Jeder dritte Deutsche will âWatch Togetherâ-Funktion
Aber es ist nicht nur Gaming, das die Streaming-Abonnenten reizt. Mehr als jeder Dritte (35 Prozent) ist an âWatch Togetherâ interessiert â einer Funktion, die es mehreren Konten an verschiedenen Standorten ermöglicht, Inhalte gleichzeitig abzuspielen. Besonders Abonennten von Disney+ (45%) und DAZN (43%) wĂŒnschen sich laut der Simon-Kucher Streaming-Studie, Inhalte mit Freunden synchronisieren zu können. WOW-Abonnenten zeigen mit 27 Prozent eher noch verhaltenes Interesse.
Sehen wir bald, was unsere Freunde streamen?
Ebenfalls im Kommen: Social Streaming. Rund jeder vierte Streaming-User (27 Prozent) wĂŒrde gerne sehen, was Freunde und Familienmitglieder gerade streamen. Besonders Abonnenten von Disney+ (36 Prozent) sind hier neugierig. Und die Funktion ist alles andere als Zukunftsmusik. âAmazons Watch-Party-Funktion ist bereits jetzt in Deutschland verfĂŒgbar. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Funktionen wie âSocial Streamingâ und âWatch Togetherâ vermehrt angeboten werdenâ, resĂŒmiert Lisa JĂ€ger.
*Ăber die Studie: Die reprĂ€sentative Simon-Kucher Streaming Study 2023 wurde im Mai 2023 von Simon-Kucher in Zusammenarbeit mit dem unabhĂ€ngigen Marktforschungsinstitut CintdurchgefĂŒhrt. 11.910 Konsumenten in 12 LĂ€ndern weltweit (Deutschland: n=1.001) wurden u.a. zu Streaming-Verhalten, InhaltsprĂ€ferenzen und Zahlungsbereitschaft befragt. Die Pressemitteilung bezieht sich auf die Ergebnisse der Befragung in Deutschland.
Vertiefende Studienergebnisse zum Gaming-Special der Streaming-Studie sowie die Infografik in Print-Auflösung (nur fĂŒr Presse/Medien/Partnerunternehmen) auf Anfrage. Teil 1, 2 und 3 der Streaming-Studie stehen bereits steht bereits zum Download bereit.
Ăber Simon-Kucher
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